Wie radikale Akzeptanz dein Leben verändert

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Radikale Akzeptanz hört sich irgendwie extrem an. Wer ist schon gerne radikal? Sollte nicht alles eher in der Mitte sein? Ausgeglichen?

Radikale Akzeptanz klingt auch fragwürdig.

Soll ich jetzt alles hinnehmen und mich nicht gegen Ungerechtigkeit wehren? Mich still und artig verhalten? Fragen über Fragen, die ich in diesem Artikel beantworte und erzähle wie du mit radikalem akzeptieren, Ruhe findest, dich vom Schmerz löst und Klarheit finden kannst.

Wie radikale Akzeptanz dein Leben verändert
Photo von Philipp Deus auf Unsplash

Konzepte und Ideen

Wir Menschen haben eine interessante Verbindung zur Außenwelt. Wir sind ständig unzufrieden mit dem, was ist und wir führen einen Kampf. Einen Kampf gegen die Umwelt, denn die Realität ist nicht so wie wir sie uns vorstellen. Wir hängen uns an Konzepten und Ideen auf.

Und in unserer Vorstellung ist die Welt so wie wir uns sie immer wünschen. Die Ampeln sind alle grün, die Menschen behandeln uns freundlich und wir sind stark und erfolgreich.

Und dann erleben wir, dass die Welt sich nicht an unsere Ideen hält! Frechheit Sie hat andere Pläne und Vorstellungen. Die Welt um uns herum ist chaotisch und nicht unter unserer Kontrolle. Und wir ärgern uns ständig darüber, dass sie sich anders verhält. (Wie oft hab ich über die ach so langsamen Autofahrer vor mir auf der Landstraße geflucht…)

Der innere Dialog

Es gibt einen inneren Dialog, der sich immer wieder auf diesen Kampf einlässt. Gegen all das, was uns gegen den Strich geht.

In uns tobt also ein Kampf. Ein Kampf, den niemand gewinnen kann. Die Welt wird sich nicht ändern, nur weil Du einen Krieg mit ihr in deinem Innern führst. Das einzige, was passiert wird sein, dass Du langsam und allmählich immer bitterer und zynischer wirst.

Willst Du diesen Kampf wirklich führen? Was kostet dich dieser Kampf? Wofür könntest deine Energie noch gebrauchen?

Was ist das Gegenmittel gegen diesen Kampf?

Du hast es wahrscheinlich schon geahnt.

Loslassen = radikale Akzeptanz

Loslassen von diesem Kampf. Einen Schritt darauf zu machen. Platz schaffen für alles Mögliche und Unmögliche.

Wie soll denn das gehen?

Ok…

Gehen wir das ganze mal etwas langsamer an.

Schauen wir uns das Wort “Akzeptieren” genauer an. Es stammt aus dem Latein und bedeutet unter anderem so viel wie hinein lassen, in Empfang nehmen. So wie ein Geschenk. Wie einen Gast. Offensichtlich gibt es angenehme und nicht so angenehme Geschenke. Und manche Gäste haben wir nicht eingeladen sind aber trotzdem auf unserer Party erschienen.

Was also tun? Versuchen den Gast wieder rauszuschmeißen? Ihn anbrüllen? Nachgrübeln, was man sonst so tun kann? Das alles sind keine hilfreichen Optionen. Denn meist kommt dieser Gast von ganz alleine wieder. Und schwups ärgern wir uns wieder.

Same shit, different day.

Also vielleicht kannst Du einen Weg finden, dass dieser Gast auf deiner Party ist und du dich um die Gäste kümmerst, die dir wichtig sind. Dein ungebetener Gast darf da sein. Er darf Getränke nehmen. Und vielleicht geht er dann auch von selbst wieder. So ist jeder Gast willkommen. Jeder darf auf deine Party vorbeischauen und du wählst aus, welchem Du deine Aufmerksamkeit schenkst.

Das heißt, was auch immer dich an diesem Tage ärgert, traurig macht, verletzt, enttäuscht, nimm es erstmal in Empfang und schau es dir genau an so wie es ist. Und warte ab und werde ganz langsam. Ganz, ganz langsam. Und atme und nimm es wahr, wie es sich in dir anfühlt. Schritt für schritt.

Und dann entscheide, was Du tust. Damit. Vielleicht kannst du es einfach vorrüber ziehen lassen, weil es unbedeutend ist. Vielleicht möchtest Du dich beschäftigen damit. Und vielleicht tut es auch einfach erstmal nur weh. Dann tu am besten noch weniger. Denn Schmerz ist kein guter Anstoß für unser Leben.

Mit Hilfe von radikaler Akzeptanz kannst Du deine Verbindung zu Konzepten lösen und Du findest mehr Freiheit. Dein Schmerz, der dich fesselt, kann sich lösen.

Radikale Akzeptanz Schritt für Schritt:

  1. Wahrnehmen, beobachten, spüren, was dich trifft
  2. Ja sagen, Platz machen für alles, was mit dem einhergeht. Es ist genug Platz um all deine Gefühle zu spüren.
  3. Warten und langsam werden damit. Noch langsamer. So lange bis das Gefühl, der Gedanke von selbst wieder gegangen ist.
  4. Manchen hilft ein Mantra: Ich liebe, was ich habe und ich habe, was ich liebe.

All das kann dir helfen loszulassen von den Konzepten, welche Du in deinen Gedanken hast.

Die Realität an sich ist etwas wunderbares. Sie ist ehrlich, betrügt dich nie. Du kannst Dich auf sie verlassen. Sie ist immer da. Sie ist niemals gut oder schlecht. Sie ist wie sie ist. Nur unsere Konzepte machen sie gut oder schlecht. Ich weiß das ist radikal. Aber deshalb heißt es auch radikale Akzeptanz.

Der Kampf gegen die Realität erfüllt uns alle mit Schmerz. Wir nehmen diesen Schmerz mit uns und er wächst in uns. Je mehr wir uns von Konzepten lösen und unsere Wahrheit leben, desto weniger Schmerz wird uns begleiten und wir können ein freies, offenes Leben führen.

Hört sich gut an. Und ist doch so schwer. Immer wieder kommt der Kampf auf. Aber wir können auch loslassen. Wir haben die Gabe zurückzukehren in unseren unschuldigen Zustand in der die Dinge sind wie sie sind. Kein Kampf, kein Stress. Nur Wahrheit und Echtheit.

Radikales Leben

Das ist ein radikales Leben. Ich weiß. Es geht nicht darum von heute auf es ganz genau so jeden Tag so zu leben. Es geht darum einen Anfang zu machen. Einen ersten Schritt. Es ist vielleicht einen Versuch Wert deinen Fuß in die Ungewissheit zu stecken. Oder in einen See., mal den großen Zeh nass machen und gucken, was passiert. Wie sich das anfühlt. Und dann Schritt für Schritt darauf zuzugehen.

Und wenn es dir gut tut, es öfter zu probieren. Bist Du bereit frei zu leben? Mutig zu sein? Dann ist JETZT ein guter Moment damit zu beginnen!

Auf gehts!

JETZT!

Hast Du schon mal etwas akzeptiert, was Dir schwer fiel hinzunehmen? Wie hast Du das gemacht? Und wie hat sich das angefühlt. Ich freue mich wie immer von dir zu lernen.

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