Wie du mit Defusion deine Grenzen überwindest

Wie Du mit Defusion deine Grenzen überwindest

ACTforLIFE Klarheit 1 Comment

Wir alle haben gelernt mit einem guten Freund zu leben. Damit meine ich die innere Wortmaschine, welche uns den ganzen Tag erzählt, was möglich ist in unserem Leben und was nicht. Aber wir sind dieser Wortmaschine nicht hilflos ausgeliefert. Mit Hilfe von Defusion kannst Du ein selbstbestimmtes Leben führen.

Wie du mit Defusion deine Grenzen überwindest

Grenzen überwinden

Bloggerhürden

Für mich war es unheimlich schwierig mit diesem Blog anzufangen. Ständig fragte ich mich, was meine Freunde und Kollegen wohl darüber sagen würden. Meine innere Wortmaschine erzählt mir immer noch davon bei jedem Artikel. Auch jetzt: „Die anderen lachen über dich! Lass es lieber sein!“

Wie wir unsere Dämonen mit Defusion überwinden

Wir alle können unsere inneren Dämonen überwinden indem wir uns von unseren Gedanken und Gefühlen distanzieren. Damit meine ich nicht sie loszuwerden, sondern einen Schritt zurück zu treten. Bei der Akzeptanz und Commitment Therapie (ACT) wird dieser Idee Defusion genannt. Fusion (lat. fusio= verschmelzen) ist also die Verschmelzung mit den eigenen Gedanken. Defusion ist als die „Entschmelzung“ von den eigenen Gedanken nach dem Motto: „Du bist nicht deine Gedanken. Du hast Gedanken!“

Gedanken als Hände

Wenn Du dir deine Gedanken als Hände vorstellst, dann ist es manchmal so, dass unsere Hände direkt vor unserem Gesicht sind. Direkt vor unserem Auge. Versuch so mal ein Gespräch zu führen oder ein reichhaltiges Leben zu führen (Oder einen Blog-Eintrag zu schreiben). Probier es ruhig mal aus. Wie bekommen wir nun etwas Abstand?

Hürden bemerken

Zuerst einmal ist wichtig, dass du heraus findest, was dich gerade davon abhält die Dinge zu tun, die dir wichtig sind. Diese Hürden können in Form von Gefühlen, Gedanken, Körperempfindungen oder Bedürfnissen erscheinen. Nehmen wir zum Beispiel das Gefühl der Lustlosigkeit bei alltäglichen Erledigungen. (Fällt mir zumindest schwer). Du möchtest deiner Familie im Haushalt unterstützen und ertappst dich dabei, wie du dich lieber zurück ziehst nach der Arbeit (Bedürfniss). Oder mit Widerwillen an die Aufgaben heran gehst. Du denkst dann vielleicht: „Ich habe keine Lust. Das ist mir zuviel“ oder: „Warum muss ich alles alleine machen. Ich bin doch nicht die Putze der Familie“. Du spürst vielleicht Müdigkeit oder Anspannung (Körperempfindung). Wie kannst du mit diesen inneren Zuständen umgehen und deine Familie trotzdem unterstützen?

5 Wege zur Befreiung deines Geistes

  1. Nimm diese Hürden wahr und schreibe sie auf! (wenn es dir möglich ist) Dies nimmt schon mal den ersten Drang heraus, darauf zu reagieren. Dies ist der erste Schritt ein wenig Distanz zu bekommen.
  2. Mickey Mouse vs. Weihnachtsmann! Mir hilft diese wunderbare Übung häufig: Sage deine Sätze laut erst in einer hohen Mickey Mouse Stimme und dann mit einer Weihnachtsmann-Stimme. Bemerke: Es geht nicht darum sich darüber lustig zu machen! Bemerke was für ein Gefühl sich einstellt und bemerke auch, ob sich dein Verhältnis zu deinen Gedanken ändert. Nimmst Du sie jetzt ernster? Oder leichter? Haben sie mehr oder weniger Macht?
  3. Gedanken-Rap: Ich mache auch gerne verrückte Sachen. Seine Gedanken rhytmisch aufsagen, dazu ein paar Beats spielen. 3 x hintereinander durchsprechen (rappen) und bemerke was nun passiert. Verrückt oder? Ich sitze meist mit einem Lächeln und sage: „Ich habe keine Lust“
  4. Dem Geist einen Namen geben: Manchmal spricht unser Geist in einer bestimmten Art und Weise zu uns und wir können ihm einen Namen geben. Diese Distanzierung hilft diese Worte nicht ganz so ernst zu nehmen. Und die Hände (Gedanken) auf die Oberschenkel zu legen und zu überlegen, was ich wirklich möchte.
  5. Den Geist beobachten: Man kann sich auch mit einer kleinen Übung helfen. Stell dir vor deine Gedanken wären wie Blätter auf einem kleinen Fluss. Sie fließen einem kleinen Bach hinunter. Das geht am besten mit geschlossenen Augen und ein wenig Übung. Beobachte wie ein Gedanke nach dem anderen den Fluss hinab fließt. Beobachte das einfach nur ohne sich mit dem Gedanken zu verhäddern. Öffne die Augen und bemerke die Ruhe, die sich einstellt und genieße das ein paar Augenblicke!

Es gibt einen Unterschied, ob man seine Gedanken beobachtet, festhält oder sie für die Wahrheit hält. Je weniger Macht deine Gedanken über dich haben, desto freier bist Du in deinem Leben! Wenn jetzt die Frage aufkommt, was dann noch bleibt, wenn man sich schon nicht mehr auf die eigenen Gedanken verlassen kann, dann ist das völlig normal. Eine häufig gestellte Frage und die Antwort lautet: Der Beobachter! Aber das werde ich in einem der kommenden Artikel näher besprechen!

Welche Gedanken und Gefühle halten dich von deinem Leben und deiner Bestimmung ab? Und wie hast Du die Hürden überwunden? Schreib mir doch davon in den Kommentaren.

Kommentare 1

  1. Bin als einzige in der GrossFam. ca. 200,00 km weg gezogen, in die Grossstadt vom Dorf eo alle nur Strasse oder naechsyen Ort um zogen oder sich verh.
    Die 3 Sohne habe ich ” in die Welt geschickt” u. nicht ab geschottet.
    Musste mir nun neues Umfeld u. neue soz. Kotakte suchen.
    LiGr.

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