Töte dich selbst und werde ein neuer Mensch

Töte dich jeden Tag und werde ein neuer Mensch

ACTforLIFE Klarheit 2 Comments

Töte dich und werde ein neuer Mensch jeden Tag. Jeder Tag eine neue Chance. Der gestrige Tag war mies? Heute ist ein neuer Tag. Gestern hast Du nichts auf die Reihe bekommen? Eine frische Chance, die Dinge anders zu machen am nächsten Morgen. Dafür brauchst Du EINE Fähigkeit. Naja vielleicht brauchst Du ein paar, aber eine bestimmte Fähigkeit ist wirklich wichtig. Welche? Erfährst Du hier! Versprochen!

Töte dich selbst und werde ein neuer Mensch

Erfinde dich jeden Tag von neuem – Photo by David Marcu on Unsplash

Die Welt ist voller Schubladen. Schubladen sind eine tolle Erfindung. Nicht nur kann man Socken darin lagern, sie helfen uns auch die Welt um uns herum einzuteilen. Diese Schubladen können wir auch „Konzepte“ nennen. Also wir haben Schubladen oder ein Konzept für den Gegenstand: Apfel. Wir wissen, wer da alles reinkommt und was nicht. Birnen zum Beispiel. Sind ja keine Äpfel…

Töte deine Konzepte und werde frei

Wir haben nicht nur Konzepte von der Welt sondern auch von uns. Wir haben Konzepte „Wie“ wir sind: freundlich, gut, dumm, unfähig, überfordert, stark,… Diese Kategorien und Konzepte helfen uns in dieser Welt zurechtzukommen und bestimmte Entscheidungen zu treffen. Nehmen wir mal an wir halten uns für einigermaßen klug und gut ausgebildet dann bewerben wir uns eben auch für einen Job, der zu uns passt.

Tolle Sachen mit diesen Schubladen und Konzepten. Wir wissen, was was ist und was dazu gehört und was nicht. Wie alles in dieser Welt hat alles auch seinen Preis… Auch Konzepte und Schubladen haben ihren Preis. Der Preis der Schubladen ist, dass wir unsensibel für Veränderungen werden. Wir stecken die Dinge einfach in eine Schublade weil wir das immer so gemacht haben.

Aber vielleicht passt das ganze nicht mehr so gut wie am Anfang. Man stelle sich vor wir züchten einen Apfel der nach Birne schmeckt. Ist das noch ein Apfel?!

Und was machen wir mit den Schubladen für uns selbst? Wann passen wir nicht mehr in die Schublade, in die wir uns selbst gesteckt haben?

Das heißt, wir verändern uns und unser Selbstkonzept passt dann nicht mehr zu unserem tatsächlichem Verhalten. Wir werden starr und wundern uns, warum die Welt nicht mehr passt.

Es ist gut sich selber zu kennen. Nur das ändert sich auch immer ein bisschen. Wir müssen flexibel bleiben mit unserem Bild von uns. Schwierig wird es wenn man starr daran festhält. Dann entsteht Schmerz und Leid, denn wir Menschen sind nicht fest und starr. Wir verändern uns. Wie Du von starren Selbstkonzepten loslassen kannst. Darum geht es hier.

Ich darf nicht verlieren wer ich bin

Ich selber hatte und habe nie so richtig feste Vorstellungen, wer ich bin. Also versuchte ich mich zu definieren, wer ich bin. Das erste Mal fiel mir das auf als ich für ein halbes Jahr in Spanien lebte. Es gibt ein Sprichwort, das besagt, dass man zu sich kommt je weiter man von zu Hause wegkommt.

Ich selber merkte wie sehr mir meine Heimat fehlte. Was es bedeutet eben aus Norddeutschland zu kommen. Wie sehr mir die kalte See fehlte. Den Winter vermisste ich nicht. Aber die Sprache schon. Das Graue war nicht, was mir abging. Es waren die Bäume und das Grüne. Ich fing mich an zu definieren als Norddeutscher und auch als Ostdeutscher, schaute die Filme aus der Zeit meiner Eltern und kam mehr in Berührung mit dem wo ich herkam. Ich wurde ziemlich fest und merkte, dass ich mich darin einigelte und mich auch noch mehr damit zurückzog. Aber immerhin hatte ich eine Identität. In einer unsicheren Welt half mir das zumindest einen Kompass zu haben. (Das passt ja gerade auch zu der Zeit gerade)

Am Selbstbild festzuhalten hat viel mit Angst zu tun. Angst nicht mehr zu wissen, wer man ist und wie man zurecht kommen soll.

Woher kommen unsere Konzepte?

Aber woher kommen diese Konzepte? Wir werden ja nicht mit ihnen geboren. Wir eignen sie uns an. Es beginnt in den ersten Jahren, wenn wir Begriffe für bestimmte Dinge lernen. Aus einem grünen, runden, glatten und süß schmeckenden Gegenstand wird dann ein Apfel. Wir lernen, dass ein Apfel verschiedene Farben haben kann, größer und kleiner sein kann. Wir generalisieren also unsere Konzepte.

So baut sich nach und nach ein Netzwerk an Kategorien auf. Darunter fallen dann auch abstrakte Ideen wie: Trauer, Freude, Schmerz oder Schönheit, Gefahr, „nicht berühren“,… alle möglichen Konzepte bauen sich so in riesige Netzwerke auf.

Die Kehrseite der Konzepte

Konzepte machen uns in gewisser Weise blind! Sie machen uns blind für das, was ist. Für die Realität. Wir stecken Dinge in eine Schublade, ohne zu überprüfen was tatsächlich ist. Dabei übersehen wir viele Einzelheiten der Realität. Wir könnten zum Beispiel lernen, dass ein Hund gefährlich ist, weil uns in der Kindheit einer mal ins Bein gebissen hat. Aus diesem einmaligen Ereignis bauen wir ein Bezugsrahmen in dem Hunde gefährlich sind. Zuerst nur Hunde, die so ähnlich sind. Später breitet sich das Konzept aus. Wir fangen an Hunden aus dem Weg zu gehen. Nicht nur kleine sondern auch große. Nicht nur aggresssive sondern auch freundliche Hunde. Jedes Mal, wenn wir einem Hund aus dem Weg gehen, wird dieses Konzept bestätigt und vergrößert. Es baut sich ein Bezugsrahmen auf der sich auf immer mehr Elemente ausbreitet.

Wir verlieren den Kontakt zu dem, was Hunde auch sind. Süß, niedlich, treu, freundlich,…

Konzepte können also deinen Blick einschränken und Du verlierst den Blick für mehr. So als würdest Du direkt vor einem Bild stehen und nur einzelne Pinselstriche siest. Oder nur einen ganz bestimmtes Teil eines Bildes.

Diese Netzwerke haben die Eigenschaften sich zu stabilisieren.

Man wird aufgrund dieser Eigenschaft unsensibel für Veränderungen in der Umwelt. Man verlässt sich eher auf die Konzepte und macht keine neuen Erfahrungen mehr. Oder viel weniger.

Dein Selbstkonzept ist also auch nur ein aufgebautes Konzept

Dein Konzept von dir selbst macht dich also auch starr. Es hilft dir, dich zu verstehen. Wenn es fest wird dann bist du allerdings gefangen in deinen eigenen Worten.

Es ist an der Zeit dich zu töten.

Jeden Tag von neuem und jeden Tag wieder neu aufzustehen und mit frischem Blick auf dich zu schauen. Sich selbst ein Beobachter werden. Ein Beobachter der eigenen Gedanken.

Dies hilft dir, dich von deinem Selbst zu distanzieren. Probiere es aus!

Sich selbst als Beobachter wahrnehmen

Hier ein paar Ideen, wie du dich selbst als Beobachter wahrnimmst:

  • geh zurück in deinem Leben und versetz dich in die Lage von damals? Was hast du über die Welt gedacht? Wie hast du die Welt gesehen? Als kleines Kind? Waren deine Gedanken anders? Was ist konstant?
  • Was hast Du alles getan in deinem Leben, wo Du selbst von dir überrascht warst?
  • Beobachte dich dabei welche Gedanken du gerade hast, vor 5 Minuten, etc. beobachte und merke wie Du beobachtest. Versuche dieses Gefühl des Beobachtens des Beobachtens zu erhaschen
  • Bemerke, dass Du gesehen wirst von anderen und du sehen kannst wie andere dich sehen. Hier und jetzt. Bemerke wie andere auch sich selbst beobachten und wie sie versuchen das beste aus ihrem Leben zu machen

Vielleicht erhältst du eine Idee davon, dass all das wer du bist nicht so festes ist, wie Du vielleicht dachtest. An jedem Morgen kannst du deinen Weg ändern. Oder du kannst weiter machen. Deine Entscheidung…

Wie geht es dir mit dir selbst? Hast du feste Vorstellungen von dir? Dinge an denen Du gerne festhältst? Oder bist du da ganz flexibel?

Kommentare 2

  1. Scheee😍👍🤗
    Wollte wirklich nicht lesen🙄
    Wegen der Überschrift 😂
    Aber ich hab gelesen das under Unterbewusstsein nicht und nein nicht erkennen kann , da bekommen manche Sätze andere Bedeutung!
    Alles liebe dir ☀️

    1. Post
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