Die nächste Corona-Welle kommt gewiss: 4 einfache Wege für ein starkes Immunsystem – Teil 4 – Sport

ACTforLIFE Immunsystem 2 Comments

Sport und Schlaf!

Wir kommen zu meinem Lieblingsthema: Dem Sport. Sport kommt der natürlichen Beschaffenheit unseres Körpers am nächsten. Wir sind soziale Wesen, die sich bewegen und interagieren. Bewegung ist in unserem Körper eingebaut. Wir können lange Strecken zu Fuß zurücklegen in unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Wir können auch Sprinten. Auch erlaubt es unser Körper zu springen oder schwere Dinge zu heben oder zu drücken. Viele Möglichkeiten mehr bietet unser Körper. Doch wir nutzen nur einen Bruchteil davon. Die Folge sind mangelhafte körperliche Funktionen, Verringerung der Leistungsfähigkeit und ein niedriges Wohlbefinden.

Photo von Andrea Leopardi auf Unsplash

Auch unser Immunsystem leidet unter dem Bewegungsmangel. Das Immunsystem will trainiert und benutzt werden. Das ganze Jahr über. Gerade im Herbst und Winter, wo wir mit trockener Luft eingepfercht mit vielen Menschen unsere Viren und Bakterien miteinander austauschen brauchen wir die sportliche Aktivität. Das Schwitzen und die Fähigkeit des Körpers mit Herausforderungen umzugehen.

Das Immunsystem braucht die Arbeit des Körpers, die Bewegung und immer wieder kleine „Angreifer“.

Sport im Leben

Für mich hat Sport an verschiedenen Punkten im Leben eine wichtige Rolle gespielt. Sei es in der Jugend, um soziale Kontakte zu knüpfen, die teilweise bis heute halten. Oder in der Zeit nach der Geburt meiner Tochter, in der ich zum Laufen rausgegangen bin, um in kurzer Zeit wirklich ins Schwitzen gekommen bin. Und jetzt nach der Trennung und der immer wiederkehrenden Trennung von meiner Tochter hat Sport ebenfalls eine wichtige Rolle eingenommen. Ich komme z. B. viel weniger ins Grübeln, wenn ich Sport mache. Natürlich denke ich noch viel nach. Beim Laufen nachzudenken ist eine wunderbare Möglichkeit seinen Gedanken zu folgen.

Sport kann die Rettung sein in dunklen Momenten. Es lehrt den liebevollen Umgang mit sich selbst. Außerdem lehrt es dich Ziele zu verfolgen. Nicht locker zu lassen und seinen Träumen zu folgen. Die dunklen Momente mit Licht zu füllen. Den Körper zu spüren. Sich zu spüren. Zu bemerken, dass wir am Leben sind.

Und nicht zu vergessen, der Effekt auf das Immunsystem und deine allgemeine Gesundheit. Gerade Ausdauersport im Freien hat einen starken Einfluss auf die Fähigkeiten deines Immunsystems.

Sport und Regeneration

Kein Sport ohne Regeneration. Denn in der Regeneration liegt der Fortschritt. Die Verbesserungen im Sport werden nicht während des Trainings erzielt, sondern danach während der Regeneration. Ein untrennbares Duo sozusagen 😉

Für ein starkes Immunsystem solltest du regelmäßig an der freien Luft Sport betreiben. Kombiniert mit gutem Schlaf wird dein Immunsystem zu einer unüberwindbaren Mauer für Eindringlinge. Mit dem Sport trainierst du nicht nur deine Muskeln, sondern auch dein Immunsystem, denn es muss sich gegen Wind und Wetter zur Wehr setzen und hält deinen Körper auf Trab. Durch den Sport werden körperliche Prozesse beschleunigt und optimiert. Die Immunreaktion kann schneller gestartet werden. Und balancierter.

Nur wie anfangen, wenn man gerade völlig unsportlich ist. Vielleicht jahrelang nichts mehr gemacht hat? Hier ist die Welt der kleinen Schritte wichtig. Wenn dir etwas zu groß erscheint, dann mach es kleiner. Mach die kleinen Schritte vorwärts, die du nach deinen Möglichkeiten bewältigen kannst.

Sport – klein anfangen

Fang mit einem schnellen Spaziergang an. Oder geh ins Schwimmbad und schwimm ein paar Bahnen hin und her … Eine langsam und eine schnell im Wechsel. Mach das etwa 1–2 Mal pro Woche. Die Woche darauf steigerst du dein Programm. In den schnellen Spaziergang fügst du einen kleinen Lauf ein. Vielleicht 100 Meter oder 30 Sekunden. Und dann wieder gehen. Je nachdem was du schaffst. Das machst du weiter und in den nächsten Wochen läufst und gehst du im Wechsel. Wichtig ist, dass du schön aus der Puste bist und dann wieder runterfährst. Das kann ein guter Start sein.

Wenn du fitter bist, schnapp dir deine Laufschuhe und lauf los. Melde dich für einen kleinen Stadtlauf an im kommenden Jahr. Das setzt ein gewisses Ziel und bringt dich in die Regelmäßigkeit.

Und was hat Schlaf damit zu tun?

Fortschritte des Körpers passieren hauptsächlich während wir schlafen. Der Körper repariert die Sachen im Körper, die wir tagsüber verbraucht haben. Das Gehirn wird durchgespült. Und auch unser Immunsystem wird im Schlaf erneuert. In Kombination mit dem Sport wird der Körper besonders aktiv in diesem Prozess. Der Wechsel von Stress und Erholung bringt unseren Körper auf einen neuen Stand, was sein Immunsystem angeht. Deswegen ist es die beste Abwehr gegen Viren und Bakterien. Völlig kostenlos.

Damit schließt sich der Kreis an Artikeln über das Immunsystem. Wir haben Atmen, Kälte, Ernährung und Sport als Faktoren für ein besseres Immunsystem identifiziert. Nun ist es an dir diese Dinge umzusetzen. Du kannst ein besseres Immunsystem aufbauen. Es liegt in deiner Hand!

Was sind deine Erfahrungen? Was hilft dir mit deinem Immunsystem? Welche Tricks hast? Schreib es mir in die Kommentare!

Kommentare 2

  1. Hi Sandro,

    vielen Dank für den Artikel!

    Volle Zustimmung, dass ausreichend Bewegung genauso zum Leben gehört wie Schlafen und Essen!

    Ich habe noch einen Tipp, wenn man wenig Zeit hat und bisher vor allem auf Ausdauersport gesetzt hat:

    Auf mich hat z.B. Joggen vor allem eine entspannende Wirkung, der Stress wird quasi “rausgespült”, danach ist man erleichtert und happy. Wenn ich allerdings eine bestimmte Art Krafttraining mache, muss der Stress eher einer Haltung “Mir doch egal, packen wir’s an, ich habe Energieüberschuss!” Platz machen und das relativ direkt.

    Ich habe schon lange mit Ängstlichkeit zu kämpfen, die hat sich während meine Jugend mehr oder weniger in mein Nervensystem eingebrannt vermute ich, die genaueren Ursachen sind ja hier egal. Wenn ich nun mehrere Tage am Computer arbeite und wenig Bewegung habe, dann kann sich diese Ängstlichkeit manchmal wieder ausbreiten, Kleinigkeiten nehmen mich mehr mit als sie sollten usw. Nicht schlimm, aber schon bemerkbar.

    Es ist total interessant, aber Krafttraining hilft da schon fast 100% zuverlässig und bewirkt, dass ich mich eher wie ein Draufgänger fühle anstatt ängstlich. Ich habe mittlerweile bemerkt, dass dafür schon relativ kurzes Training ausreicht, solange ich mich dabei etwas auspowere und die großen Muskeln in den Beinen hart arbeiten müssen (wie gesagt: eher Kraft als Ausdauer!)

    Bei mich reichen schon ungefähr 10 Minuten Körpergewichtsübungen. Sobald Strecksprünge mit dabei sind, bemerke ich einen sehr starken Effekt auf meine Stimmung in den nächsten ein bis zwei Tagen.

    Es gibt diverse Apps, die einem die Trainingplanung abnehemn, ich halte es gerne einfach und kann z.B. “Streaks Workout” empfehlen (soll keine Werbung sein, es gibt auch andere). Auch sehr gut für kurzes intensives Training ohne Geräte sind “Home workout of the day” (WOD) von diversen Crossfit Trainern auf Youtube.

    Viel Spaß beim Bewegen!

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