Der Sumpf: Wie Du mit Scham umgehst

Am Ende der Scham

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Scham ist ein machtvolles Gefühl. Es ist eines der Gefühle, was die Fähihkeit hat das Leben aus dir herauszusaugen. Es ist wie ein Sumpf in dem das gehen und handeln sehr mühsam ist. Allerdings ist dieser Sumpf ein wichtiger Teil des Weges, um dorthin zu kommen wo wir hinwollen. Das Leben, was uns wichtig ist, was wir Leben wollen. Ich zeige dir einen möglichen Weg durch den Sumpf.

Der Sumpf: Wie Du mit Scham umgehst

Durch den Sumpf…

Das Gefühl beim Schreiben

Jedes Mal wenn ich hier auf diesen Blog einen Artikel veröffentliche überkommt mich ein Gefühl der Scham. Mein Verstand sagt mir, dass ich das so nicht schreiben kann. Meine Kollegen werden mich dafür auslachen. Die Menschen werden mich dafür ablehnen und zurückweisen.

Mein Verstand sahnt mir, dass es besser ist, sich lieber im „verborgenen“ aufzuhalten statt es zu wagen, gesehen zu werden. Es ist die Angst, davor alleine zu stehen und aus der Gruppe ausgestoßen zu werden. Imme wenn ich diese Geschichte warhnehme weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Auch wenn es sich sehr sehr unangenehm anfühlt.

Funktion von Scham

Dabei hat Scham eine sehr wichtige Funktion. Mit Hilfe dieses Gefühls können wir wahrnehmen, wann wir etwas sozial unangemessenes gemacht haben. Evolutionär gesehen ist es hilfreich sich der Gruppe anzupassen. Als wir noch in Höhlen zusammenlebten war es wahrscheinlicher, dass wir in einer Gruppe überlebten als alleine. Dementsprechend hat Scham sehr viel mit der Gefahr des Alleinseins zu tun. Dieses Gefühl hat eine hohe Bedeutung für unser Überleben und kann uns deshalb auch zum Rückzug auffordern.

Vermeidung…

Es gibt ein Paradoxon in der Gefühlswelt! Wenn wir Gefühlen aus dem Weg gehen, sie loswerden wollen, dann nimmt ihre Bedeutung zu. Wie als würdest Du einen Ball unter Wasser drücken. Je mehr wir diesem Gefühl aus dem Weg gehen, desto mehr Macht gewinnt die Scham über uns und unser Verhalten. Wenn wir der Scham aus dem Weg gehen dann zeigen wir nicht mehr wer wir sind und was uns ausmacht. Und wir fühlen uns letztlich einsam und alleine.

Wichtig: Nicht die Scham ist das Problem sondern diesem Gefühl aus dem Weg zu gehen.

Umgang mit Scham

Jeder Mensch sollte Scham bei sich wahrnehmen, damit dieses Gefühl aus der Versenkung tritt und nicht mehr gedeihen kann. Dein Verstand hat (meist in den Kindertagen) eine Geschichte entwickelt, dass Du nicht in Ordnung bist. Wenn Scham im Verborgenen wächst dann saugt sie deine Lebensenergie auf. Wenn Du dein Leben mit ganzem Herzen leben möchtest dann ist es wichtig dieser Scham auch Raum zu geben.

An dieser Stelle auch gleich noch der Unterschied zur Schuld. Schuld sagt: „Du hast einen Fehler gemacht“. Scham sagt:„Du bist der Fehler. Du bist nicht gut genug.“

Sei offen und mutig!

Du kannst es schaffen dich deiner Scham zu stellen indem Du dich mit deiner Verletzlichkeit zeigst. Verletzlichkeit heißt offen zu zeigen, wer und was Du bist. Du benötigst Mut für diesen Schritt. (Dazu werde ich auch bald etwas schreiben.) Auf der anderen Seite wartet ein Leben mit dem ganzen Herzen. In unserem Leben hat sich unser Verstand ganz genau unsere „Schamgeschichten“ gemerkt. Und wir haben die Auslöser kennengelernt. Wir haben Menschen kennengelernt, die uns verletzen und beschämen. Wenn wir nur oft genug lieben und mutig sind werden wir früher oder später beschämt.

3 Schritte der Scham entgegenzutreten

  1. Schreibe die Geschichten auf, bei denen Du dich geschämt hast. Was ist in der Situation passiert? Was hast du gemacht und die Menschen um dich herum? Wie hast Du dich gefühlt?
  2. Werde dir deiner Gefühle bewusst und frage dich, was Du hier lernen kannst? Was ist es was dich beschämt hat? Wovor hast Du Angst? Wichtig sind nicht die Antworten, sondern die Haltung die Du dabei entwickelst: Neugier
  3. Schreibe ein neues Ende für deine Geschichte mit den neuen Ideen, die Du gesammelt hast.
  4. Nehme eine Haltung der Freundlichkeit dir selber gegenüber ein. Was würdest Du einem guten Freund sagen, wenn er etwas falsch macht oder sich schämt?
  5. Übe dieses Selbstmitgefühl in kleinen Situationen jeden Tag ein bisschen.

Wenn Du dich in deine schwierigen Geschichten hineinlehnst kannst Du deiner Scham entgegen treten. Ein Leben was Du bestimmst wird möglich. Sei mutig und sei offen. Für ein selbst bestimmtes Leben.

Foto: shutterstock

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